Referenz: Zeitdruck

Zeit gewinnen, ohne Richtung zu verlieren

Ein international geprägter Hersteller mit knapp 600 Mitarbeitenden.

Der Inhaber musste aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig abgeben.

Die Töchter waren noch nicht bereit.

Branche
Hersteller, Flugzeug-Bauelemente, ca. 600 Mitarbeitende
Situation
Gesundheitsbedingter Zeitdruck, nächste Generation noch nicht bereit
Besonderheit
Übergangslösung statt erzwungener Endentscheidung

Das Vorgehen

Die wichtigste Aufgabe war nicht, sofort eine endgültige Lösung zu erzwingen, sondern zuerst die Handlungsfähigkeit zu sichern und der Familie Zeit zu geben. Der Prozess wurde in zwei Ebenen geteilt: kurzfristige Stabilität für das Unternehmen und mittelfristige Entscheidungsfreiheit für die Familie.

Zunächst wurde ein Rahmen geschaffen, in dem überhaupt Gespräche möglich wurden. In Familien, die eng zusammenstehen, wird Nachfolge oft nicht aus Streit vermieden, sondern aus Rücksicht. Der Preis dafür: wichtige Dinge bleiben zu lange unausgesprochen.

Beide Töchter waren dem Unternehmen sehr zugewandt. Aber die Entscheidung „Einstieg in eine Führungsrolle” war zu diesem Zeitpunkt zu früh — nicht aus mangelndem Interesse, sondern aus Ernsthaftigkeit. Sie wollten nicht halbherzig starten.

„Der Eintritt in die Geschäftsführung bedeutet nicht nur einen Berufsschritt, sondern oft ein lebenslanges Commitment. Eine solche Entscheidung trifft man nicht, weil es ‚gerade nötig’ ist.”

Damit war die Richtung klar: Es braucht eine Übergangslösung, die das Unternehmen zuverlässig führt, ohne die Option einer späteren familieninternen Übernahme zu verbauen.

Es wurde eine inhaberunabhängige Geschäftsführung gesucht und aufgebaut. Parallel dazu entstand eine klare Eigentümer- und Aufsichtsstruktur: ein Beirat aus Familienmitgliedern und externen Persönlichkeiten. Dieses Gremium sichert Stabilität, während die Familie in der Verantwortung bleibt und Kontrolle behält.

Meine Rolle

Ich habe den Prozess strukturiert und die Familiengespräche so gestaltet, dass aus Vermeidung schrittweise Klarheit wurde — ohne Druck aufzubauen.

Gleichzeitig habe ich die Anforderungen an die inhaberunabhängige Geschäftsführung herausgearbeitet, die Suche begleitet und die Übergabe in der Umsetzung abgesichert. Parallel dazu der Aufbau des Beirats: Aufgaben, Zusammensetzung, Arbeitsweise und Schnittstelle zur Geschäftsführung.

Das Ergebnis

Innerhalb des knappen Zeitfensters entstand eine tragfähige Lösung: eine inhaberunabhängige Geschäftsführung, begleitet durch einen Beirat aus Familie und externen Mitgliedern.

Das Unternehmen war stabil geführt. Kein Verkauf war nötig. Und die Töchter bekamen etwas Wertvolles: einen „Rückfahrschein” — die Möglichkeit, später in Verantwortung hineinzuwachsen, wenn sie wirklich dahinter stehen.

„Die Führung ist geregelt. Das Unternehmen bleibt stabil. Und die Familie hat einen Weg, der das Lebenswerk schützt.”

Der nächste Schritt

Ähnliche Situation?

Wenn die Zeit drängt, aber eine übereilte Entscheidung das Falsche wäre — klären wir in einem vertraulichen Gespräch, wie Stabilität und Entscheidungsfreiheit gleichzeitig möglich werden.

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